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Bericht vom Espressomaschinen-Paradies: Host 2023 - endlich Single Dosing und Induktion

Das riesige Branchentreffen alle zwei Jahre in der Espresso-Zone

Endlich war es wieder soweit. Die größte Branchen-Messe - die HOST in Mailand - fand statt. Wir waren 2 anstrengende Tage vor Ort. Spannende Neuheiten waren genauso dabei wie enttäuschte Hoffnungen.

Waren mit der Pandemie Privatkunden für die Hersteller in den Mittelpunkt gerückt, so hat sich das nun wieder Richtung Businesskunden verschoben. Auf der Espressomaschinen-Ecke waren die Neuheiten weniger groß als auf der Mühlenseite. Endlich gibt es gute Mühlen ohne Totraum.

Zukunftstechnologien und spannendes Zubehör rundeten den Besuch ab. Neben dem Artikel hier, gibt es übrigens auch einige Videos von unserem Besuch auf der Host 2023.

Single Dosing: Compak Fino

Auf ein neues Produkt waren wir davor schon besonders gespannt: Die Compak Fino.

Endlich gibt es eine Single Dosing Mühle eines etablierten Herstellers für Privatkunden und zu einem bezahlbaren Preis. Die Fino erinnert einen an die Niche mit dem 63mm konischen Mahlkegel. Und doch ist sie anders:

  • Die Mahlgradeinstellung ist sehr übersichtlich und klar. Was wir vor Ort testen konnten, waren auch die Mahlergebnisse sehr gut.
  • Besonders spannend ist, dass es eine Version mit integrierter Waage geben wird. So können Sie direkt auf der Mühle die Bohnen einwiegen und dann durchmahlen. Sie benötigen keinen Platz für eine separate Waage.
  • Die Mühle fühlt sich sehr wertig an und ist klein genug, dass es in die meisten Küchen passt.

Wir waren zusammenfassend sehr angetan. Ende des Jahres sollten wir die Mühle im Geschäft haben. Wir planen aber eine Österreich-Premiere bereits davor auf der Kaffeewelt in Wels Ende November.

Ein kurzes Vorstell-Video gibt's auf Youtube!

Single Dosing: Timemore und Mazzer Philos

Es gibt auch weitere gute & neue Alternativen im Single Dosing Bereich. Timemore hat über Kickstarter einen Mega-Start für die Sculptor hingelegt. Über 10.000 Unterstützer haben die Mühle bereits gekauft.

Auch wir haben zugeschlagen: Die Mühle haben wir bereits im Geschäft. Einen detaillierteren Test wird es bald geben. Auf der Host konnten wir diese auch kurz testen und waren auch hier sehr angetan. Vor allem die größere Variante (78) wirkt sehr wertig. Die Timemore arbeitet im Gegensatz zur Fino mit vertikalen Mahlscheiben.

Eine Mühle, die wir davor noch nicht am Radar hatten, entdeckten wir auch auf der Host: Die Philos von Mazzer. Diese hat ebenfalls Mahlscheiben und wirkt designmäßig wie der große Bruder von der Timemore. Sie ist sehr wertig gebaut und der Test-Kaffee am Mazzer-Stand war wirklich gut. Preislich wird die Phino über den anderen beiden Mühlen liegen. Vom Einsatzgebiet ist diese Mühle wohl nur zum Teil für den Haushalt konzipiert und wird vor allem auch in Speciality Coffee Shops Einsatz finden.

Auch Eureka hat die Single Dosing Variante überarbeitet. Sie versprechen um 70% weniger Totraum als bei der vorherigen Oro Single Dosing Mühle. Hier sind wir gespannt, ob das Versprechen gehalten werden kann. Hierzu gibt es auch ein Vorstellvideo auf Youtube.

Mühlenseitig waren wir wirklich positiv überrascht: Es gibt zumindest drei wirklich gute neue Single Dosing Optionen

Eureka und die vielen Neuheiten

Eureka war wieder diesmal an der Anzahl der Neuheiten nicht zu überbieten:

  • Es gibt eine neue Mignon-Generation mit großem Display. Endlich gibt es hier einen stabilen Siebträger-Halter.
    Drei Varianten wurden vorgestellt mit einigen Innovationen.
    • Erstens ist die Mahlgradeinstellung feiner und wird auch am Display genau angezeigt.
    • Zweitens gibt es eine Einstellungs-Unterstützung für nicht so versierte Benutzer. Man gibt die Extraktionsdauer ein und die Mühle schlägt einen anderen Mahlgrad vor. Bei der Techno-Variante kann man auch die Drehzahl verändern.
      Vorstellung Eureka Specialita Up
      Vorstellung Eureka Techno
  • Atom ist nun auch als Wiegemühle verfügbar: Atom W. Das ist die logisch Entwicklung nach dem großen Erfolg der Eureka Libra (Wiege-Mignon). Auch kommt das neue Mignon-Display für die Atom-Familie
  • Eureka bietet nun auch Espressomaschinen an: Innovations-mäßig sind diese überschaubar spannend: Es sind klassische Zweikreiser mit E61 Brühgruppe (4 Varianten: mit/ohne PID sowie Vibration oder Rota-Pumpe)

Viele kleine Änderungen gab es natürlich auch zu sehen - das würde hier den Rahmen sprengen.

Gastro-News bei Espressomaschinen

Mit Ende der Pandemie-Auswirkungen hat sich auch der Fokus der Espressomaschinen-Hersteller ganz schnell wieder auf den professionellen Bereich verschoben. Hier verdienen die meisten Hersteller das Geld.

Dabei wurde bei einigen Herstellern die Mittelklasse erneuert.

Elektra bringt mit der EVOK eine Zweikreiser auf den Markt, der die bisher große Lücke zwischen KUP und Indie füllt. Dieser hat viele Einstellmöglichkeiten und das Design ist an Indie / Verve angelehnt. Es ist keine revolutionäre Neuheit sondern eine gute Evolution.

Ähnlich verhält es sich mit der D8 von SanRemo. Diese ist eine verbesserte Zoe und wird auch als Mittelklasse positioniert. Auch hier wurde viel in Konfigurierbarkeit und Integration fokussiert.

Bei La Cimbali wurde die M40 gelauncht.

Wenig Neues für daheim

Am relevantesten für unser Geschäft sind natürlich die Neuheiten für Privatkunden. Und da gab es bei den Espressomaschinen enttäuschend wenig.

Wir haben nur 2 wirklich neue Geräte entdeckt:

Rocket Espresso bringt mit der Bicocca ein neues High End Gerät, das Dual Boiler mit einem Thermoblock in der Brühgruppe kombiniert. Die Bicocca soll so sowohl daheim funktionieren als auch in kleineren Cafés. Ebenfalls hat die Bicocca Dosiertasten und einige Einstellmöglichkeiten.

Nurri Espresso ist auch bekannt für laufende neue Entwicklungen. Nun hat er einen neuen Dual Boiler mit PID geheizter Brühgruppe vorgestellt. Die GTO ist kein technisches Innovationswunder - aber hat ein sehr eigenständiges Design.

 

Technologie-Vorschau: Heylo und TONE

Werden Boiler-Geräte in den nächsten Jahren vor anderen Technologien abgelöst? Es gibt auch für uns einige Indikationen, dass dies passieren könnte.

Die zwei vielversprechendsten Technologien dafür kommen von Heylo und TONE.

HEYLO Espresso hatten wir ja bei der letzten Host vor 2 Jahren schon erwähnt. Nun sind sie endlich auf dem Markt. Heylo verwendet Induktions-Technologie. Dementsprechend ist das Wasser kalt - einzig der Brühkopf wird vorgeheizt. Innerhalb von wenigen Sekunden wird aber das nötige Wasser für einen doppelten Espresso mit Induktion aufgezeigt und die Extraktion kann starten. Heylo hat große Stromspar-Potentiale. Aber sie ermöglicht auch sowohl Druckprofile als auch Temperaturprofile.
Heylo kann auch Milchschäumen mit einem eigenen Modul und als Prototyp gibt es auch Heißwasser mit Dampflanze. Heylo ist dabei immer modular - man kauft soviele Module wie nötig (1 Modul = 1 Brühgruppe oder 1 Milchschaumeinheit).
Wir sehen hier viel Potential. Vor allem wäre es spannend wenn die Schwesterfirma Elektra mit Heylo ein Gerät für den Privatmarkt auf den Markt bringen könnte.

TONE hat vor 3 Jahren eine Brühbar mit Durchlauferhitzer vorgestellt. Wobei dieser Durchlauferhitzer anders ist: Er ist kalt und nur bei Bezug wird Strom in Wärme umgewandelt. Nun hat TONE auch ein Konzept für eine Espressomaschine mit der Technologie gezeigt. Das war ähnlich beeindruckend wie Heylo und diese Technologie wird wohl auch zukünfitg eine größere Rolle spielen.

Wo geht die Reise hin?

Endlich ist Single Dosing da und die Mühlen wurden vorstellt. Einige davon werden bald auch bei uns im Geschäft stehen.

Auf der Espressomaschinen-Seite gab es viel weniger Neuheiten. Hier wird sich der Markt unserer Meinung nach aber in den nächsten Jahren auch stark verändern - die neuen Technologien dazu haben wir sehen dürfen.

Wir haben für euch zahlreiche Interviews geführt und in YouTube gesammelt --> zu den Videos HOST 2023 Mailand

Es bleibt spannend!

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