Kaufberatung für Vollautomat

Es gibt so viele Kaffeemaschinen - welchen Vollautomat soll ich kaufen?

Frisch gemahlen, einfache Bedienung und schnelle Zubereitung: Das verspricht ein Vollautomat. Ein breites Angebot an Geräten steht bei jedem Elektrohändler. Doch die angespriesenen Vorteile sagen oft wenig darüber aus, ob das Gerät wirklich das Richtige ist.

Wir haben hier die Punkte zusammengefasst, die aus unserer Erfahrung für den Kauf relevant sind.

Über Anforderungen klar werden

Bevor Sie sich Geräte ansehen, überlegen Sie zuerst, welche Anforderungen Sie konkret haben:
  • Wie wird der Kaffee getrunken? Schwarz? Mit Milch? Aufgeschäumt? Espresso oder Verlängerter
  • Wie viele Tassen pro Tag werden zubereitet? (Stichwort: Wassertank-Größe, Kaffeefach-Größe)
  • Ist ein täglicher Betrieb oder sehr unregelmäßiger Betrieb vorgesehen? (Reinigung und Schlimmelgefahr)
Im Büro-Umfeld stellen sich noch weitere Fragen:
  • Sollen 2 unterschiedliche Bohnen möglich sein?
  • Gibt es Stoßzeiten und somit Anforderungen an die Dauer der Zubereitung?
  • Fixwasseranschluss oder Wassertank?

 

Gehen Sie keine Kompromisse beim Geschmack ein!

Wir werden skeptisch: Nämlich dann, wenn Vollautomaten einzig mit Funktionen wie Touch-Display oder Handy-Bluetooth-Steuerung als Kaufargumente angepriesen werden.

Unsere Erfahrung zeigt nämlich, dass das wichtigste dann zu kurz kommt: Eine hohe Mahl- und Aufbrühqualität. 

Deshalb lieben wir einfache Maschinen, die aber auch einfach tollen Kaffee machen. Dass es diese nicht um € 200,-- zu kaufen gibt, ist wohl nachzuvollziehen. Aber auch ein Gerät um € 1.000,-- heißt nicht automatisch gut. 

Tipp: Testen Sie möglichst die Maschine vor dem Kauf mit hochwertigem Kaffee. 

Sauberkeit muss einfach sein!

Kaffeesatz ist ein guter Dünger. Wenn Sie diesen lange genug feucht halten, werden Sie auch schnell pflanzliche Kulturen züchten. Leider sind diese meist von der Gattung "Schimmelpilz"

Auch kann sich ein Röhrchen im Vollautomaten schonmal verstopfen. Diese Dinge wollen wir tunlichst vermeiden. Das ist bei manchen Geräten einfacher - bei anderen schwieriger:

  • Ist die Brüheinheit einfach herauszunehmen und zu reinigen?
  • Welche Reinigungsprogramme bietet die Maschine selbst?
  • Unterstützt die Maschine Entkalkungsvorgänge?
  • Wie ist der Tassen-Ausguss zu reinigen?
  • Lassen Sie sich auch mal das Innenleben zeigen: Gibt es Zwischenräume, die nicht zu reinigen sind?

Bitte seien Sie sich vor dem Kauf bewusst, dass ein Vollautomat auch Reinigungsaufwand bedeutet. Der Vollautomat, der alles selbst reinigen kann, existiert nicht - auch wenn es Ihnen Verkäufer erzählen.

Direkter Milchschaum nur bei strenger Reinigungsdisziplin

Die Milchschaum-Qualität vieler Vollautomaten ist beeindruckend. Nichtsdestotrotz gibt es für uns ein großes Aber für diese Funktion: Die Reinigung.

Voraussetzung dafür, dass Milchaufschäumen am Vollautomaten Sinn macht sind folgende:

  • Nach dem letzten Kaffee am Tag muss alles gründlich gereingt werden, das mit Milch in Berührung gekommen ist 
  • An heißen Tagen ist eine Reinigung nach jeder Zubereitung bzw zumindest alle 2-3 Stunden nötig

Wenn Sie "Kein Problem" sagen, dann steht einem integrierter Milchverarbeitung nichts im Wege. Falls Sie sich doch nicht so sicher sind, schlagen wir was anderes vor: Fokussieren Sie sich beim Vollautomaten auf einen guten Kaffee und kaufen Sie sich einen seperaten Milchaufschäumer. Der kostet nicht viel und ist unproblematischer in der Reinigung.

 

Preis = Qualität?

Sagt der Preis etwas über die Qualität aus? Von der Tendenz her - unserer Erfahrung nach - ja.

Wir haben bisher noch keinen Vollautomaten gesehen, den wir bedenkenlos empfehlen würden und weit unter € 500,-- (Brutto-VK) kostet. Bei günstigeren Geräten muss der Hersteller einfach zu viele Kompromisse bei den Komponenten eingehen.

Gilt also: Je teurer, umso besser? Innerhalb der Haushalts-Maschinen: Definitiv nicht.

Teurere Maschinen haben meist zusätzliche Funktionen (zB Milchaufschäumen, 2 Bohnen-Fächer, Touch-Display), verwenden aber oft die gleichen Komponenten, wie Einstiegs-Modelle der jeweiligen Marke. Die zu erwartende Lebensdauer einer teureren Maschine einer Marke ist somit oft ident mit die von günstigeren Modellen. 

Erst bei ausgewiesenen Büro-Geräten ändern sich die Grundkomponenten, um der größeren Belastung Stand zu halten.

Einbaugerät: Schönheit ist teuer

Einbaugeräte sind optisch die elegantere Möglichkeit. Da stimmen wir grundsätzlich auch voll zu.

Leider ist aber nicht alles Gut was schön ist. Wenn Sie Einbaugeräte kaufen, seien Sie sich bitte über folgendes bewusst:

  • Einbaugeräte sind viel teurer. Wir sprechen hier oft vom 2 - 3 fachen Preis. Die Schönheit hat hier seinen Preis. Am Inhalt liegt es nicht: Die Kernkomponenten wie Mahlwerk oder Brüheinheit sind meist ident mit Standgeräten.
  • Elektrogeräte halten nicht ewig - Vollautomaten schon gar nicht. Reparaturen bei Einbaugeräten sind viel teuerer: Erstens sind Ersatzteile üblicherweise höher bepreist. Zweitens, müssen Sie sich einen Techniker kommen lassen und können das Gerät nicht so einfach einschicken.
  • Planen Sie für eine Leben nach dem Einbaugerät. Irgendwann wird der Vollautomat kaputt sein (oder zumindest keinen ordentlichen Kaffee mehr produzieren). Wer garantiert Ihnen, dass Sie wieder einen Vollautomaten in der gleichen Größe bekommen? Besprechen Sie am besten gleich am Anfang mit Ihrem Küchenplaner, wie Sie den Platz beispielsweise in ein Fach umwandeln könnten.

Wenn 2-Bohnen Maschine, dann ohne Vermischung

Manche Geräte haben 2 unterschiedliche Bohnenbehälter. Da jeder eine unterschiedliche Kaffee-Präferenz hat, ist dies grundsätzlich beispielsweise für Büros eine sehr gute Idee.

Wenn Sie sich so ein Gerät anschaffen, achten Sie aber bitte auf folgendes: Etwas Kaffeemehl vom letzten Mahlvorgang mischt sich bei den meisten Vollautomaten immer in die folgende Aufbrühung. Auch zwischen Kaffeebeählter und Mühle sind oft noch ein paar Bohnen übrig. Bei einer Bohne ist dies unproblematisch. Bei 2 Bohnen entsteht die Gefahr der Vermischung.

Achten Sie daher darauf, dass das Gerät eine Lösung bietet. Dies können einerseits 2 seperate Mahlwerke sein. Andere Maschinen lösen dies, indem sie immer nur 1 Portion in den Mahlraum lassen und diesen jedes Mal leermahlen. 

 

Einfache Maschinen bevorzugen

Wir lieben einfache Maschinen:

  • Sie haben weniger Komponenten und Funktionen, die kaputt werden können
  • Solche Maschinen sind einfacher in der Reparatur

Aber, was verstehen wir eigentlich unter einfach:

  • Der Aufbau der Maschine sollte möglichst übersichtlich sein. Wenn Sie beispielsweise die Brüheinheit herausnehmen: Wirkt der Aufbau verzwickt oder schön strukturiert.
  • Geschraubte Gehäuse machen das Leben eines Technikers leichter
  • Alle Funktionen die Sie benötigen und möglichst wenig Funktionen, die Sie nicht benötigen (siehe Punkt Anforderungen)

Welche Marke soll ich kaufen?

Zuallererst: Wenn Sie sich beraten lassen, gehen Sie bitte zum Kaffee-Fan bzw Elektro-Einzel-Händler. Gehen Sie nicht davon aus, in Großmärkten eine passende Beratung zu bekommen. Wir sehen auch einige Marken kritisch, die zwar sehr viel werben, aber unserer Beobachtung nach meist die Versprechen nicht liefern können.

Wir haben uns entschieden, 2 Marken zu vertreiben: Nivona und Melitta.
Folgende Voraussetzungen sind hier erfüllt

  • Die Kaffeequalität ist sehr gut
  • Unsere Modelle haben einen ähnlichen, einfachen Aufbau
  • Die Rückmeldungen der Kunden sind sehr positiv
  • Die Service-Struktur in Österreich ist gut und verlässlich
  • Reparatur ist möglich und Ersatzteile sind zu vernünftigen Preisen erhältlich

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